Untersuchung in der 39. SSW: Was wird kontrolliert und warum?
Die Untersuchung 39. SSW ist ein wichtiger Meilenstein in der Schwangerschaftsvorsorge. In dieser fortgeschrittenen Schwangerschaftswoche steht vor allem die Vorbereitung auf die Geburt im Mittelpunkt. Für werdende Mütter sowie ihre Angehörigen bietet diese letzte Untersuchung vor dem Geburtstermin nicht nur Sicherheit, sondern auch Klarheit über den aktuellen Gesundheitszustand von Mutter und Kind. In diesem Artikel finden Sie eine umfassende Übersicht darüber, was genau bei der Untersuchung 39. SSW kontrolliert wird, warum diese Kontrollen wichtig sind und wie Sie sich am besten darauf vorbereiten können.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
- Die Untersuchung in der 39. SSW prüft den Zustand von Mutter und Kind unmittelbar vor der Geburt.
- Wichtige Kontrollpunkte sind: Lage und Größe des Babys, Fruchtwassermenge, Herztöne, Blutdruck und Muttermund.
- Ziel ist die rechtzeitige Erkennung von Komplikationen, wie beispielsweise Geburtsstillstand oder Infektionen.
- Oft werden auch erste Wehen und der Muttermundstatus sorgfältig dokumentiert.
- Für werdende Mütter bietet die Untersuchung Orientierung, Sorgen werden genommen und Unterstützung eingeleitet.
Was bedeutet die Untersuchung 39. SSW? Grundlagen und Definition
Die 39. Schwangerschaftswoche (SSW) markiert das letzte reguläre Kontrollintervall vor dem errechneten Geburtstermin. Die Untersuchung 39. SSW ist Teil der Routinetermine, die dazu dienen, die Gesundheit von Mutter und Baby zu überprüfen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Baby in der Regel voll entwickelt und hat eine optimale Position für die bevorstehende Geburt erreicht.
Die Untersuchung verbindet verschiedene medizinische Maßnahmen: körperliche Untersuchung, Ultraschall, Herztönekontrolle und ggf. CTG (Kardiotokographie). In vielen Fällen ist das die letzte ärztliche Kontrolle vor dem Beginn der Geburtsphase. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, ob die Geburt eingeleitet werden muss oder weiterhin auf natürliche Anzeichen gewartet werden kann.
Schritt-für-Schritt Vorgehen bei der Untersuchung 39. SSW
Die Untersuchung 39. SSW folgt einem klar strukturierten Ablauf. Zunächst wird die Bauchlage des Babys kontrolliert, um sicherzustellen, dass es sich in der günstigen Schädellage befindet. Über die äußere Abtastung des Bauchs lassen sich Größe und Gewicht des Kindes grob abschätzen.
Anschließend wird mit Ultraschall die Fruchtwassermenge geprüft, um mögliche Risiken durch zu wenig oder zu viel Flüssigkeit zu erkennen. Ebenso wird die Plazentafunktion beurteilt, da eine altersgerechte Versorgung des Babys essenziell bleibt.
Die Herztöne des Kindes werden mit Hörrohr oder Doppler-Gerät kontrolliert, um die fetale Gesundheit zu überwachen. Die Kardiotokographie (CTG) misst Herzschlag des Babys und Wehentätigkeit, sollte sie nicht bereits Routine sein.
Parallel werden mütterliche Vitalwerte wie Blutdruck und Urinstatus überprüft, um etwaigen Schwangerschaftsdiabetes oder Präeklampsie frühzeitig aufzudecken. Abschließend untersucht der Arzt den Muttermund auf Öffnung, Verkürzung und Beschaffenheit, um Hinweise auf den Geburtsbeginn zu erhalten.
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Checkliste: Was wird bei der Untersuchung 39. SSW kontrolliert?
- Lage des Babys (Kopf- oder Beckenendlage)
- Größe und Gewichtsschätzung des Babys
- Fruchtwassermenge und Plazentafunktion
- Herztöne des Babys (Doppler oder CTG)
- Wehentätigkeit (physische oder aufgezeichnete Wehentätigkeit)
- Muttermundstatus (Öffnungsgrad, Verkürzung, Weichheit)
- Blutdruck der Mutter
- Urinuntersuchung (Protein, Zucker, Infektionshinweise)
- Allgemeiner Gesundheitszustand der Mutter
Typische Fehler bei der Untersuchung 39. SSW und wie man sie vermeidet
Eine häufige Herausforderung bei der Untersuchung 39. SSW liegt in der Interpretation von Ergebnissen, etwa wenn die Fruchtwassermenge variiert oder der Muttermund noch nicht geöffnet ist. Manchmal kann eine zu frühe Entwarnung falsche Sicherheit suggerieren oder umgekehrt. Deshalb ist es wichtig, dass das medizinische Fachpersonal sorgfältig und mit Erfahrung beurteilt.
Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der mütterlichen Beschwerden oder eine unvollständige körperliche Untersuchung. Hier hilft eine offene Kommunikation: Schwangere sollten alle Symptome, wie regelmäßige Kontraktionen, Schmerzen oder Veränderung des Ausflusses, unbedingt mitteilen. So kann die Ärztin oder der Arzt gezielt reagieren.
Zudem kann eine Belastungssituation im Untersuchungsraum, z.B. Stress oder Zeitdruck, die Konzentration sowohl bei der Schwangeren als auch bei der Fachperson beeinträchtigen. Ein ruhiges Umfeld und ausreichend Zeit sind deshalb essenziell.
Praxisbeispiel: Wie sieht eine typische Untersuchung 39. SSW aus?
Eine schwangere Frau kommt zur routinemäßigen Untersuchung in der 39. SSW. Nach Begrüßung spricht die Ärztin kurz über den Verlauf der Schwangerschaft, um aktuelle Beschwerden zu erfragen. Anschließend tastet sie den Babybauch ab und bestätigt die Schädellage des Kindes. Mit Ultraschall überprüft sie die Fruchtwassermenge, die im Normbereich liegt, und die Plazenta erscheint altersentsprechend gut durchblutet.
Die Herztöne werden mit Doppler gemessen, das Baby schlägt regelmäßig und ruhig. Das CTG zeigt keine Auffälligkeiten bei den möglichen Kontraktionen. Die Untersuchung des Muttermundes ergibt eine leichte Verkürzung, aber noch keine Öffnung. Die Frau erhält Tipps zur Vorbereitung auf die Geburt und einen Hinweis, wann sie die Klinik aufsuchen soll. Abschließend misst die Ärztin den Blutdruck und veranlasst eine Urinprobe, die unauffällig ist.
Die Schwangere fühlt sich gut informiert und hat nun mehr Sicherheit für die kommenden Tage bis zur Entbindung.
Welche Tools und Methoden kommen bei der Untersuchung 39. SSW zum Einsatz?
Modernste Diagnostik vereinfacht und verbessert die Qualität der Untersuchung 39. SSW. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehören Ultraschallgeräte, die eine genaue Beurteilung von Lage, Fruchtwasser und Plazenta ermöglichen. Sie sind unverzichtbar, um mögliche Risiken frühzeitig zu entdecken.
Zur Überwachung der Herzfrequenz des Babys wird häufig der Doppler-Wandelsensor verwendet, der schnell und ungefährlich arbeitet. Das CTG, eine Kombination aus Herztonaufzeichnung und Wehenmessung, gibt wertvolle Hinweise auf akute Belastungen des Babys.
Die körperliche Untersuchung per Palpation ergänzt die technischen Mittel und bleibt unersetzlich – etwa um Bewegungen und Lage besser zu erfassen. Blutdruckmessgeräte und Urinsticks helfen dabei, den mütterlichen Zustand unkompliziert zu kontrollieren und Anzeichen für Komplikationen wie Präeklampsie zu erkennen.
Häufig gestellte Fragen zur Untersuchung 39. SSW
Warum ist die Untersuchung 39. SSW so wichtig?
Die Untersuchung in der 39. SSW hilft dabei, den Gesundheitszustand von Mutter und Kind unmittelbar vor der Geburt zu bewerten. So können eventuelle Risiken frühzeitig erkannt und Geburtsvorbereitungen gezielt getroffen werden.
Was passiert, wenn der Muttermund noch nicht geöffnet ist?
Ein nicht geöffneter Muttermund in der 39. SSW ist kein Grund zur Sorge. Die Öffnung erfolgt oft erst kurz vor oder während der Geburt. Die Untersuchung dient nur zur Einschätzung, wann die Geburt wahrscheinlich beginnt.
Wie wird die Lage des Babys bestimmt?
Die Babys Lage wird durch Abtasten des Bauches und mittels Ultraschall geprüft. Die optimale Position zur Geburt ist die Schädellage, bei der das Baby mit dem Kopf nach unten liegt.
Kann die Untersuchung 39. SSW die Geburt einleiten?
Die Untersuchung allein löst keine Geburt ein. Wenn jedoch medizinische Gründe wie Übertragung, Mangelwasser oder Auffälligkeiten festgestellt werden, kann der Arzt eine Einleitung vorschlagen.
Wie lange dauert die Untersuchung 39. SSW?
Eine gründliche Untersuchung in der 39. SSW benötigt in der Regel 30 bis 45 Minuten, je nachdem, welche Kontrollen erforderlich sind und wie viele Fragen es gibt.
Welche Beschwerden sollte ich vor der Untersuchung melden?
Wichtig sind Symptome wie regelmäßige Wehen, Blutungen, Austritt von Fruchtwasser, starke Kopfschmerzen oder plötzliche Schwellungen. Diese sollten sofort kommuniziert werden, auch wenn die Untersuchung noch bevorsteht.
Fazit und Nächste Schritte
Die Untersuchung 39. SSW ist ein essenzieller Bestandteil der finalen Schwangerschaftsvorsorge. Sie liefert wichtige Informationen zu Befinden von Mutter und Kind und gibt Auskunft über den Fortschritt der Geburtsvorbereitungen. Werdende Mütter profitieren von einer sorgfältigen Kontrolle, individueller Beratung und Klarheit über den weiteren Geburtsverlauf.
Im Anschluss an die Untersuchung sollte jede Schwangere die Empfehlungen der Ärztin oder des Arztes umsetzen, auf Warnzeichen achten und im Zweifel lieber früher als später medizinischen Rat suchen. So gelingt ein möglichst sicherer Start für Mutter und Kind in die Geburt.
Für weitere Informationen und persönliche Beratung empfehlen wir, regelmäßige Vorsorgetermine einzuhalten und bei Unsicherheiten direkt Kontakt zum betreuenden Arzt aufzunehmen.
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